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Solar-OS - "besser lernen, besser leben"

23.02.2015

Lernkonzept für ein Schulverweigererprojekt

Projekt Jugendhilfe – Schule 2020

Lernkonzept für ein Schulverweigererprojekt

Inhalt

1. Einleitung

2. Zielgruppe

3. Zielsetzung

4. pädagogisches Angebot

4.1 methodisch didaktische Grundstruktur
4.2 lernpädagogische Angebote
4.3 Unterrichtsorganisation / Stundentafel
4.4 sozialpädagogische Angebote
4.5 werkpädagogische Angebote
4.6. Berufsorientierung

1.Einleitung

Das Schulverweigererprojekt ist ein Unterstützungsangebot in gemeinsamer Verantwortung von Schule und Jugendhilfe.
Das Projekt wird an einem außerschulischen Lernort durchgeführt und verfolgt das Ziel, Schülerinnen und Schülern mit einschneidenden schulischen und sozialen Problemlagen geeignete Hilfsangebote zu offerieren und sie zu einem regelmäßigen Schulbesuch zu bewegen.
An diesem außerschulischen Lernort sollen bis zu 12 Jugendliche aus Oberschulen des Landkreises Potsdam-Mittelmark aufgenommen werden.
Das pädagogische Konzept sowie die personellen und sächlichen Ressourcen müssen darauf ausgerichtet sein, ein Angebot zu unterbreiten, das aufgrund seiner Inhalte und Gestaltungsmöglichkeiten des Alltags von schulmüden Jugendlichen als Alternative zu ihrem aktuellen Flucht- und Vermeidungsverhalten wahrgenommen wird.

2. Zielgruppe

Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9, die ein verfestigtes schulverweigerndes Verhalten zeigen und durch die Regelangebote der Schule nicht mehr zu erreichen sind.

3. Zielsetzung

Längere Schulabwesenheit hat für die Jugendlichen Negativ-konsequenzen. Mit zunehmender Dauer der Abwesenheit wird die Chance auf einen Schulabschluss sowie auf einen Ausbildungsplatz aufgrund steigender Wissensdefizite immer geringer. Schulverweigerung bedeutet zudem oft Ausgrenzung, was in der Zukunft zu weiteren Normbrüchen und Regelverletzungen führen kann.
Durch folgende Ziele soll dieser möglichen Negativentwicklung entgegengewirkt werden:

 Motivation zu regelmäßigem Schulbesuch
 Förderung jedes Jugendlichen auf der Grundlage eines individuellen Förderplanes
 Schließen von Wissenslücken
 Vermittlung von Basiswissen (grundlegende Bildung)
 Stärkung des Selbstvertrauens
 Hilfe zur realistischen Selbsteinschätzung geben
 soziales Verhalten trainieren
 Hilfe beim Übergang von der Schule zum Beruf geben (Berufsfindung)
 Erlangung des Schulabschlusses „Berufsbildungsreife“
 Hilfe für eine selbstständige Lebensplanung / Lebensbewältigung anbieten

4. pädagogische Angebote

4.1 methodisch didaktische Grundstruktur

Auch wenn die Jugendlichen sich für die Teilnahme am Projekt entschieden haben, ist in der Regel doch zunächst von einer relativen Freiwilligkeit auszugehen und deshalb zumindest in der ersten Zeit eine kritische Distanz der Jugendlichen gegenüber den Angeboten im Projekt zu vermuten. Daher wird zunächst eine Probezeit (ca. 10 Wochen) vereinbart. Nur wenn es gelingt, in dieser Zeit eine Identifikation der Schülerinnen und Schüler mit dem Projekt herzustellen, wird das pädagogische Angebot seine Wirkung entfalten können. Das bedeutet, dass die im Projekt tätigen Lehrkräfte und Sozialpädagogen den Jugendlichen mit einer einfühlsamen, sie akzeptierenden Haltung gegenübertreten müssen. Die bisherige schulverweigernde Haltung darf nicht als Versagen, sondern soll als begründete Handlung vor dem Hintergrund individueller schulischer und persönlicher Erfahrungen angesehen werden.
Ausgangspunkt für die pädagogische Arbeit sollen zunächst nicht die Ursachen für das Scheitern in der Regelschule, sondern die Feststellung vorhandener Interessen, Neigungen sowie Kompetenzen der Jugendlichen sein und die Absprache, wie sie diese im Projekt zur Geltung bringen können.

Nach erfolgreicher Beendigung der Probezeit werden die Gründe für die bisherige Schulverweigerung thematisiert und es werden mit dem Jugendlichen Ziele vereinbart. Dabei ist die pädagogische Arbeit von Verbindlichkeit und Transparenz bestimmt. Zentrales Medium dafür ist der für jeden Schüler erstellte individuelle Förderplan, in dem alle Vereinbarungen und Maßnahmen dokumentiert werden. Der Förderplan sichert dem Jugendlichen Unterstützung zu, nimmt ihn aber auch in die Verantwortung und zwingt ihn zur Mitarbeit.

4.2 lernpädagogische Angebote
Die Grundlagen für die lernpädagogischen Angebote bilden die Rahmenlehrpläne für die Sekundarstufe I, die schulinternen Curricula der Solar-Oberschule Beelitz sowie der „Kriterienkatalog zur Ausbildungsreife“.
Nach Ablauf einer „Eingewöhnungsphase“ wird der individuelle Leistungsstand des Jugendlichen durch einen Einstiegstest, der Aufgaben aus den Hauptfächern Mathematik, Deutsch und Englisch beinhaltet, erfasst. Somit können die Jugendlichen dort abgeholt werden, wo sie leistungsmäßig stehen und Überforderung, die eine erneute Schulunlust nach sich ziehen kann, wird vermieden.

Die Vermittlung von Grundwissen, das Schließen von Wissenslücken sowie eine lebensweltorientierte Auswahl des Lernstoffes und fächerverbindende Aspekte prägen die Unterrichtsarbeit.
Die Leistungsbewertung erfolgt mit dem Ziel, die Jugendlichen zu motivieren und Lernanreize zu schaffen, sodass auch dadurch der Angst vor Schulversagen entgegengewirkt wird.

4.3 Stundentafel / Unterrichtsorganisation

Der Unterricht wird in Kleingruppen (6 Schülerinnen und Schüler pro Gruppe) an den Wochentagen Dienstag bis Freitag durchgeführt.
Der Montag ist ein regelmäßiger Praxislerntag. Eine Gruppe absolviert diesen Tag in Beelitzer Betrieben, die andere Gruppe führt den Praxislerntag am Lernort gemeinsam mit den Sozialpädagogen durch. Dabei stehen Hauswirtschaftslehre, Werkstoffbearbeitung, Gartenarbeit sowie die Berufsorientierung im Vordergrund. Nach einem halben Jahr wechseln die Gruppen die Praxislernorte.

Um die Jugendlichen wieder an den regelmäßigen Schulbesuch heranzuführen, werden Unterrichtseinheiten von 35 Minuten geplant.

Pro Lerngruppe werden wöchentlich

3 Stunden Mathematik
3 Stunden Deutsch
2 Stunden Englisch
1 Stunde Naturwissenschaften
1 Stunde Gesellschaftswissenschaften
1 Stunde WAT
2 Stunden Kunst (Wahlpflichtunterricht)

unterrichtet.
Den Unterricht erteilen drei Lehrkräfte der Solar-Oberschule, wobei insgesamt 25 Lehrerwochenstunden zur Verfügung gestellt werden.

Ergänzt wird die Stundentafel durch werkpädagogische und sozialpädagogische Angebote.

4.4 sozialpädagogische Angebote

Für die Zielerreichung ist eine enge Verzahnung lern- und sozialpädagogischer Angebote unverzichtbar.

Die sozialpädagogische Einzelarbeit orientiert sich an der individuellen Problemlage. Dabei ist insbesondere auf die Einhaltung von Regeln sowie Vereinbarungen zu achten. Bei Verstößen bzw. Abweichungen sind entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
Außerdem wird die Teilnahme jedes einzelnen Jugendlichen an verschiedenen Angeboten im Projekt festgelegt und die erforderliche Unterstützung bei der Aufarbeitung aller bestehenden Probleme gewährt.

Von zentraler Bedeutung für die Erreichung dieses Ziels ist eine intensive partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern, um den erforderlichen positiven Rückhalt und tragfähige Strukturen im privaten Umfeld herzustellen. Im Rahmen der Elternarbeit muss geklärt werden, ob die familiäre Situation zur Schulverweigerung beigetragen hat und wenn ja, wo die Ursachen liegen und welche Lösungsmöglichkeiten es gibt. In der Familie müssen förderliche Bedingungen wie Offenheit, Vertrauen, Verlässlichkeit und Verbindlichkeit geschaffen werden. Dazu müssen die Eltern in die Arbeit im Projekt durch Information, gemeinsame Förderplangespräche oder auch gemeinsame Aktivitäten eingebunden werden.

Die sozialpädagogischen Gruppenangebote sollen die Identifikation der Jugendlichen mit dem Projekt sowie den Prozess der Gruppenbildung fördern, aber auch ihre sozialen Kompetenzen, insbesondere die Verantwortlichkeit, die Teamfähigkeit und die Konfliktfähigkeit verbessern.

Folgende Gruppenangebote sollen u.a. im Projekt unterbreitet werden:

-das gemeinsame Frühstück
-Gesprächsrunden
-gemeinsames Kochen
-Bewegung/Spiele
-Erlebnispädagogik (z.B. gemeinsame Fahrten, Kletterpark)

Zur sozialpädagogischen Gruppenarbeit gehören auch die Ausgestaltung, Pflege und Reinigung des außerschulischen Standortes. Hierbei findet eine enge Verzahnung mit den werkpädagogischen Angeboten statt.

4.5 werkpädagogische Angebote

Die werkpädagogischen Angebote gehen sowohl vom zeitlichen Umfang, als auch von den fachlichen Möglichkeiten über den Unterricht im Lernbereich Wirtschaft-Arbeit-Technik hinaus und eröffnen den Jugendlichen damit ein Erfahrungsfeld, durch das sich der außerschulische Lernort deutlich von der Regelschule unterscheidet.
Angeboten werden ein handwerkliches und ein hauswirtschaftliches Praxisfeld. Unmittelbares gemeinsames Tätigkeitsfeld ist das Management des „eigenen Hauses“.
Gerade in der Phase „Bindung herstellen“ und für Jugendliche, die noch nicht über die Leistungsfähigkeit verfügen, an längeren Unterrichts-einheiten teilzunehmen, kommt dem werkpädagogischen Angebot eine wichtige Bedeutung zu.
Die praktischen Arbeiten sind auf die Herstellung von Gebrauchs-gegenständen (z.B. aus Holz) oder die Bereitstellung von Dienst-leistungen (Verpflegung) ausgerichtet. Diese können für den persönlichen Gebrauch, für die Gruppe oder für die Verbesserung der Ausstattung des außerschulischen Lernortes bestimmt sein.
Das werkpädagogische Angebot eröffnet auch die Möglichkeit, die Jugendlichen an grundlegende berufliche Anforderungen heranzuführen. Dieser Aspekt wird über Praktika in Betrieben noch vertieft.

4.6 Berufsorientierung

Da die Jugendlichen ihre Vollzeitschulpflicht im Projekt beenden, kommt neben dem Erwerb eines Schulabschlusses der Vorbereitung auf den Übergang in eine berufliche Ausbildung eine besondere Bedeutung zu. Daher dienen drei bis vier Unterrichtsstunden pro Woche ausschließlich der Berufswahlvorbereitung. In diesen Stunden erfahren die Jugendlichen ihre eigenen Stärken und Kompetenzen und erhalten daraus resultierend Hilfe bei der Ableitung von Berufswahlchancen. Darüber hinaus lernen die Schülerinnen und Schüler das Erstellen von Bewerbungsunterlagen.
Berufsvorbereitende Exkursionen, z.B. in das Berufsinformationszentrum, ein Bewerbungs- und Vorstellungstraining sowie ein zweiwöchiges Betriebspraktikum ergänzen den theoretischen Teil der Berufs-orientierung. Darüber hinaus finden individuelle Beratungsgespräche mit der zuständigen Berufsberaterin statt.

Ziel dieser intensiven Berufsvorbereitung ist es, dass die Jugendlichen problemlos den Übergang in eine berufsvorbereitende Maßnahme bewältigen oder in eine Lehrstelle vermittelt werden.

In Einzelfällen kann auch eine Reintegration in die Regelschule erfolgen mit dem Ziel, den nächsthöheren Schulabschluss zu erlangen.

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26.01.2015

Tag der offenen Tür an der Solar-Oberschule

Am Samstag, dem 24.01.2015, öffneten wir in der Zeit von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr für die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen und deren Eltern unsere Türen. Empfangen wurden alle Gäste durch unsere .....

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07.01.2015

Tag der offenen Tür

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Die Solar-Oberschule lädt ein zum "Tag der offenen Tür"am 24. Januar 2015
in der Zeit von:
10:00 Uhr bis 13:00 Uhr

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